Häufige Energieräuber

Häufige Energieräuber

Viele Menschen kennen diese Phasen, in denen man sich ständig müde, schlapp und kraftlos fühlt. Doch was steckt dahinter? Die häufigsten Energieräuber haben wir hier für Sie zusammengestellt.

Schlafmangel ist wohl einer der wichtigsten Energieräuber. Denn es liegt auf der Hand: Wer nicht ausreichend schläft, dem fehlen die nötigen Regenerationsphasen, um kraftvoll und energiegeladen durch den Tag zu gehen. Während wir schlummern, ist unser Körper alles andere als untätig: Die Zellen regenerieren sich, das Immunsystem stellt sich neu auf, Erlebtes wird verarbeitet, das Gedächtnis und die Emotionen werden geordnet. Wie viel Schlaf wir brauchen, ist individuell unterschiedlich. Erwachsene schlafen im Durchschnitt etwa sieben bis neun Stunden pro Nacht. Doch die Schlafdauer allein ist nicht entscheidend – auch die Schlafqualität muss stimmen. Denn nur dann sind die Nächte auch wirklich erholsam.

Was hilft? Um wieder besser schlafen zu können, braucht es vor allem eines: Gute Gewohnheiten. Dazu gehören zum Beispiel regelmäßige Zubettgehzeiten, ausreichend körperliche Bewegung am Tag, eine gute Schlafumgebung und ein schönes Gute-Nacht-Ritual. Dieses kann dabei helfen, uns in den Schlummermodus zu versetzen.

Morgens ein Croissant vom Bäcker, mittags eine Pizza auf die Hand und abends noch schnell eine Portion Nudeln – bei Hektik und Stress im Alltag ist es gar nicht so leicht, auf eine ausgewogene Ernährung zu achten. Fast Food & Co. sind in der Regel sehr kalorienreich, sodass hier kein Mangel an zugeführter Energie zu befürchten ist (eher das Gegenteil ist der Fall). Doch liefern diese Speisen nur „leere“ Kalorien, sodass Vitamine und Mineralstoffe bei einer solchen Ernährungsweise zu kurz kommen. So kann es zu einem Mangel an wertvollen Vitalstoffen kommen, die unter anderem auch für einen normalen Energiestoffwechsel wichtig sind. Zu nennen sind hier neben Calcium und Eisen zum Beispiel auch Vitamin C und die Gruppe der B-Vitamine.

Was hilft? Mit der richtigen Vorbereitung kann man sich auch in stressigen Zeiten gesund ernähren. Beispiele: Drei Lieblings-Frühstücke auswählen und die Zutaten immer zu Hause haben. Samstags einen Speiseplan für die nächste Arbeitswoche aufstellen und die Einkäufe erledigen. Und abends das Lunch-Paket für den nächsten Tag vorbereiten.

Im richtigen Maß gefordert zu sein, kann uns zu Bestleistungen motivieren. Ein solcher positiver Stress wirkt sich günstig auf unsere körperliche und seelische Gesundheit aus. Dauerstress hingegen ist ein echter Energiefresser. Denn dann wird dem Körper ein ständiger Alarmzustand signalisiert, der Pegel an Stresshormonen im Blut bleibt dauerhaft hoch. Die Folge: Wir fühlen uns zunehmend erschöpft, es gelingt uns nicht mehr, uns zu erholen und schlimmstenfalls werden wir sogar richtig krank.

Was hilft? Behalten Sie Ihr Stress-Niveau immer gut im Blick und planen Sie regelmäßige Arbeitspausen sowie längere Entspannungsphasen ein. Diese müssen nicht mit Untätigkeit verbracht werden – im Gegenteil: Experten empfehlen die aktive Erholung, zum Beispiel beim Sport oder bei der Ausübung von Entspannungsverfahren.

Zu wenig Bewegung macht nicht nur die Muskeln schlaff – wenn wir täglich vom Bürostuhl mehr oder weniger direkt auf die Couch wechseln und auch am Wochenende nicht aktiv werden, fühlen wir uns insgesamt rasch müde und schlapp. Rückenschmerzen, Bluthochdruck & Co. können sich ebenfalls infolge von Bewegungsmangel entwickeln. Zudem gerät man leicht in einen Teufelskreis aus Inaktivität, sinkender Fitness und Müdigkeit, der alles nur noch schlimmer macht.

Was hilft? Wer sich regelmäßig bewegt, baut Stresshormone ab, bringt Stoffwechsel und Kreislauf in Schwung, gewinnt an Muskelmasse, Kraft und Ausdauer. Außerdem hat körperliche Aktivität auch stimmungsaufhellende und antidepressive Effekte. All dies bringt Ihnen viele Punkte auf dem Energie-Konto ein.

Genuss, Entspannung oder Pausenfüller – die geliebte Zigarette oder das Gläschen Bier oder Wein ist bei vielen Menschen fester Bestandteil im Tagesablauf. Dabei sind Nikotin und Alkohol hochwirksame Zellgifte und belasten den Körper: Sie können zahlreiche negative Gesundheitsfolgen haben und auch als Energieräuber wirken.

Was hilft? Hinterfragen Sie Gewohnheiten, die Ihnen schaden. Auch wenn es Ihnen vielleicht nicht von jetzt auf gleich gelingt, Ihren Lastern abzuschwören, so kann doch zumindest eine Reduktion der Zellgifte ein sinnvolles und gleichzeitig realistisches Ziel sein.

Sie haben weder auffällig blasse Haut noch Vampirzähne – denn sie saugen kein Blut, sondern zapfen stattdessen unsere Energiereserven an: Die Rede ist von menschlichen Energiefressern wie etwa dem unangenehmen Chef oder der anstrengenden Schwiegermutter. Gemeinsam ist ihnen, dass sie bei ihrem Gegenüber einen regelrechten Energieschwund auslösen: Vielleicht dreht sich immer alles nur um sie selbst, oder sie laden in jedem Gespräch ihre Probleme und Sorgen bei dem anderen ab. Auch Menschen, die eine extrem pessimistische Weltsicht haben, sich nur beklagen oder jammern, können Energie-Vampire sein.

Was hilft? Überprüfen Sie Beziehungen, die Ihnen nicht guttun. Vielleicht hilft es, die Probleme offen anzusprechen – im Zweifel kann es auch sinnvoll sein, die „Notbremse“ zu ziehen und den Kontakt zu vermeiden, um sich selbst zu schützen.

Schlechte Gewohnheiten können sich ebenfalls als wahre Energieräuber entpuppen. Übermäßiger Medienkonsum, „Aufschieberitis“, negative Selbstgespräche (z. B. „Wie dumm von mir!“) – auf Dauer können Sie uns stark belasten und unsere Akkus entleeren.

Was hilft? Sich problematische Verhaltensweisen bewusst machen – und es dann aktiv angehen. Der erste Schritt ist der wichtigste. Manchmal kann es sinnvoll sein, sich Unterstützung bei einem Psychologen oder Psychotherapeuten zu holen.